«Kulturschaffende und der Digitale Wandel» heisst das Buch, welches die Hochschule LuzernHSLU W, unterstützt von der Guidle AG in Baar demnächst veröffentlichen werden.

In dem Workshop von Barbara Kummler und Clemens Maria Schuster wurden verschiedene Thesen aus diesem Buch präsentiert und diskutiert.

«Gratis? von nichts kommt nichts» lautete die erste These. In sozialen Medien geht kaum noch etwas ohne Geld. Die organische, unbezahlte Reichweite bei Facebook geht mittlerweile gegen Null.

Permanente Änderungen der Geschäftsbedingungen haben dazu geführt, dass man mittlerweile bezahlen muss, um die Communities zu erreichen, die man bei einem Social Media Unternehmen wie Facebook aufgebaut hat. Andererseits, die Möglichkeiten Zielgruppen und Reichweiten nach den unterschiedlichsten Kriterien steuern zu können, macht diese Form der Werbung  zu einer der effizientesten überhaupt. Insofern empfiehlt sich eine «Paid-Content» Strategie. 

These 2: «Interaktion in der Mensch-Maschine-Kommunikation wird ein wichtiger Teil der Kommunikation». Zu Beginn 2016 wurden in den U.S.A. bereits mehr als 50% der Suchanfragen über Spracheingabe getätigt. Das heisst, die Stimme als Schnittstelle wird zunehmend wichtiger und damit auch Chatbots, also Software mit Sprachausgabe. Allerdings sind solche semantischen Suchmaschinen in der Regel immer auf Aufnahme, um die eigene Qualität durch das ständige Zuhören zu verbessern. Das heisst, man muss sich gewahr sein, dass Konversationen zumindest kurzfristig gespeichert werden. 

Die letzte These die besprochen wurde, lautet «Content is King». Entscheidend ist, wie eine «Conversion» entsteht, wie aus dem Wahrnehmen einer Botschaft eine Handlung wird, wie z.B. dem Besuch eines Theaters, eines Museums. Dafür muss natürlich erst einmal der Ton der Botschaft stimmen und viele Kulturinstitutionen sind immer noch der Meinung, dass eine selbstreferenzielle, jargonbefrachtete Kommunikation Besucher anlockt. Zudem sollte man sich überlegen, wie man die eigenen Inhalte konzeptionell einbettet. Das heisst, muss man als Kulturinstitution nicht ein Stück weit zum Verlag werden, der auf den diversen Plattformen Redaktion, Kuration, Produktion, Vertrieb und Community Management vereint?

Zum Thema «Conversion» hier noch ein Blogpost von Christian Holst.

Wer das Buch «Kulturschaffende und der Digitale Wandel» vorbestellen möchte, wendet sich bitte an 

wendet sich bitte an Guidle AG über michela.capitelli@guidle.com