Die Aufmerksamkeit für Augmented Reality (AR) ist in den letzten Jahren stetig gestiegen, und das Potenzial der Technologie wird mittel- bis langfristig sehr hoch eingeschätzt. Aber kann AR auch in der Kulturvermittlung sinnvoll genutzt werden? Schon jetzt?

Zwei von Jan Lässig (muzeeo) durchgeführte Experimente („Magische Fenster“) im Museum Langmatt in Baden und im Kunstmuseum St.Gallen zeigen auf, dass AR in der Tat sinnvoll und für die Besuchenden und damit auch für die Museen gewinnbringend eingesetzt werden kann.

Zum einen können sonst unsichtbare und nur umständlich mit Worten zu beschreibende Aspekte von Objekten sichtbar gemacht werden, wie zum Beispiel Vorbilder, frühere Zustände und Vorstudien eines Werkes oder andere Werke einer Bildserie.

Zum anderen lässt sich AR auch für partizipative Erlebnisse nutzen, indem Besucher ihre für andere Leute unsichtbaren Gedanken und Gefühle zu Objekten bzw. Werken sichtbar machen.

Dabei kann die digitale Technologie auch wunderbar mit analogen Tätigkeiten wie Zeichnen, Malen und Collagieren kombiniert werden.