Christian Holst präsentierte in seiner Session „Strategielosigkeit als Strategie? Bewegtbild in Zürcher Kultureinrichtungen“ ein kleines Forschungsprojekt, bei dem untersucht wurde, wie öffentliche Kultureinrichtungen in Kanton und Stadt Zürich auf den Bewegtbildtrend einstellen. 

Die Studie zeigte, dass die meisten Einrichtungen keine explizite Strategie entwickelt haben, sondern ihre Konzepte implizit aus dem künstlerischen Angebot abgeleitet wird.

Wenn allerdings ambitioniertere Ziele wie Markenprofilierung oder Geschäftsmodellinnovationen verfolgt werden, ist eine ausformulierte Strategie unumgänglich. Auch Museen, die im Unterschied zu den Performing Arts den Videocontent nicht direkt aus der Abbildung der Kunst entwickeln können, kommen um ein Konzept für ihren Videocontent nicht herum.

In der an die kurze Präsentation anschliessenden Diskussion zeigte sich, dass die zahlreichen Anforderungen und ToDos des Alltags zwar nicht wichtiger, aber doch oftmals dringender sind als die Strategieentwicklung und diese daher hintan gestellt wird.  

Die Ergebnisse des Forschungsberichts sind in der Zeitschrift für Kulturmanagement, Jg. 3, H.2 , 2017, erschienen.